Einen Blogartikel schreiben und veröffentlichen
Du gibst deinem Agenten Thema, Ziel und Zielgruppe vor, schärfst den Entwurf mit Feedback nach und legst ihn als Entwurf in dein CMS. Den letzten Klick, das Live-Schalten, machst du selbst.
Du beschreibst deinem Agenten Thema, Ziel und Zielgruppe, er schreibt den ersten Entwurf, und nach ein, zwei Feedback-Runden liegt der fertige Artikel als Entwurf in deinem CMS. Den letzten Klick, das Veröffentlichen, machst du selbst.
Einen Blogartikel zu schreiben scheitert selten am Schreiben und oft am Anfangen: leere Seite, kein Aufhänger, und im CMS erst recht keine Lust. Dein Agent nimmt dir diesen ersten Widerstand ab. Er liefert den Aufschlag, du machst ihn mit gezieltem Feedback gut, und am Ende steht ein Entwurf genau dort, wo er hingehört: in deinem WordPress oder Strapi, bereit zur Freigabe. Wichtig vorweg: Der Agent schreibt schnell, aber er denkt nicht für dich. Die Qualität entsteht in der Feedback-Runde, und die Verantwortung für jede Aussage bleibt bei dir.
Was du brauchst
- Pflicht: ein verbundenes CMS mit Schreibrechten. Entweder WordPress oder Strapi, eines reicht. Wie du es im Portal verbindest, zeigt Marketing-Konten mit deinem Agenten verbinden (für ChatGPT gibt es das Pendant für ChatGPT). Achte darauf, dass die Quelle mit Schreibrechten hinterlegt ist: Nur lesend verbunden kann der Agent keinen Entwurf anlegen.
- Optional, nur WordPress, nur für Schritt 4: das Honeyfield-Connector-Plugin. Es erlaubt dem Agenten, SEO-Titel und Meta-Beschreibung zu setzen. Fehlt es, überspring Schritt 4 und setz die beiden Felder von Hand im CMS.
Dieses Tutorial führt WordPress als Hauptbeispiel. Mit Strapi läuft es genauso, an der einen Stelle, wo sich etwas unterscheidet, steht ein Hinweis dabei.
1. Thema, Ziel und Zielgruppe vorgeben
Ein Agent, der nur „schreib was über Google Ads" hört, liefert Beliebiges. Gib ihm stattdessen drei Dinge mit: worüber, wofür, für wen. Je konkreter dein Briefing, desto brauchbarer der erste Entwurf. Ersetz [Workspace] durch den Namen deines Kontos aus dem Portal.
Schreib mir einen Blogartikel-Entwurf für [Workspace].
Thema: [worum es geht, z. B. „5 Google-Ads-Fehler bei kleinem Budget"]
Ziel des Artikels: [was er bewirken soll, z. B. Vertrauen aufbauen und zur Beratung führen]
Zielgruppe: [wer ihn liest, z. B. Selbstständige, die ihre Anzeigen selbst schalten]
Länge: rund 700 Wörter, mit Zwischenüberschriften, du-Ansprache, kein Fachjargon ohne Erklärung.
Schreib den Entwurf erst mal in den Chat, noch nichts ins CMS.Das bekommst du zurück:
Entwurf „5 Google-Ads-Fehler, die kleine Budgets verbrennen" (im Chat):
Einleitung plus 5 Abschnitte mit Zwischenüberschriften, rund 720 Wörter, du-Ansprache.
Gliederung: 1) Zu breite Keywords 2) Keine Negativliste 3) Nur eine Anzeige je Gruppe
4) Conversion-Tracking fehlt 5) „Einstellen und vergessen". Soll ich etwas anpassen?✓ Checkpoint: Du hast einen vollständigen Entwurf im Chat, mit Zwischenüberschriften und in der richtigen Ansprache. Im CMS liegt noch nichts.
Klappt nicht? Kommt nur eine grobe Gliederung statt Fließtext, war das Briefing zu knapp. Gib Thema, Ziel und Zielgruppe konkreter an und nenn die gewünschte Länge.
2. Den Entwurf mit Feedback nachschärfen
Das ist der Schritt, der zählt. Der Agent schreibt den ersten Aufschlag, aber die Qualität kommt aus deinem Feedback: Fakten, Ton, Beispiele. Akzeptier nicht alles, sondern sag konkret, was besser werden soll. Ein, zwei Runden reichen meistens.
Guter Anfang. Jetzt schärfen wir nach:
- Die Einleitung ist zu allgemein, mach sie konkreter mit einem echten Beispiel.
- „CPA" bitte in einem Satz erklären, die Leser kennen den Begriff nicht.
- Bau dieses Beispiel ein: [deine Zahl / dein Fakt].
- Ton etwas sachlicher, weniger Werbesprache.
Zeig mir die überarbeitete Fassung.Das bekommst du zurück:
Überarbeitet: Einleitung startet jetzt mit dem 12,50-€-Klick-Beispiel, „CPA" in einem
Satz erklärt (die Kosten pro Conversion), dein Zahlen-Beispiel in Abschnitt 4 eingebaut,
Ton sachlicher. Der Rest ist unverändert. Passt es so?✓ Checkpoint: Die neue Fassung enthält deine Korrekturen, nicht nur kosmetische Umformulierungen.
Klappt nicht? Ändert der Agent zu viel auf einmal, gib Feedback in kleineren Runden: erst die Einleitung, dann die Beispiele, dann der Ton. So behältst du die Kontrolle über jeden Baustein.
3. Als Entwurf ins CMS legen
Erst wenn der Text sitzt, wandert er ins CMS, und zwar als Entwurf. Nichts geht dabei live. Der Agent zeigt dir vorher, was er anlegen will, und legt erst nach deinem Ja an (in Claude standardmäßig, in ChatGPT je nach Berechtigungs-Einstellung des Plugins).
Passt. Leg den Artikel jetzt als Entwurf in WordPress an, für [Workspace].
Noch nicht veröffentlichen: Ich will vorher selbst drüberlesen.Das bekommst du zurück:
Vorschlag: neuen Beitrag „5 Google-Ads-Fehler, die kleine Budgets verbrennen"
als Entwurf in WordPress ([Workspace]) anlegen. Anlegen?
→ Entwurf angelegt · Status: Entwurf (nicht öffentlich) · ID 128
Öffne ihn in deinem WordPress-Backend unter Beiträge → Entwürfe.✓ Checkpoint: In deinem CMS liegt ein neuer Beitrag mit Status „Entwurf". Öffentlich sichtbar ist er noch nicht.
Klappt nicht? Meldet der Agent, er dürfe nicht schreiben, ist die CMS-Quelle im Workspace nur lesend verbunden. Prüf im Portal, ob WordPress bzw. Strapi mit Schreibrechten hinterlegt ist.
Mit Strapi? Der Prompt ist derselbe, nur „in Strapi" statt „in WordPress". Auch dort entsteht der Eintrag als Entwurf und geht erst durch einen eigenen, bewussten Schritt live.
4. Im CMS prüfen und selbst veröffentlichen
Jetzt kommt der Teil, der beim Agenten bleibt, und der Teil, der bei dir bleibt. Optional lässt du vor dem Veröffentlichen noch den SEO-Titel und die Meta-Beschreibung setzen, die Texte also, die in der Google-Trefferliste erscheinen (bei Strapi setzt du beide direkt im Eintrag, dieser Prompt-Schritt ist WordPress-spezifisch). Danach öffnest du den Entwurf selbst im CMS, liest drüber und schaltest ihn live.
Bevor ich veröffentliche: Setz für diesen Entwurf noch einen SEO-Titel
(maximal 60 Zeichen) und eine Meta-Beschreibung (maximal 155 Zeichen),
passend zum Suchbegriff [Haupt-Suchbegriff].Das bekommst du zurück:
SEO für den Entwurf gesetzt:
Titel: 5 Google-Ads-Fehler bei kleinem Budget (39 Zeichen)
Meta-Beschreibung: Kleine Budgets verzeihen keine Streuverluste. Die 5 häufigsten
Google-Ads-Fehler und wie du sie vermeidest. (108 Zeichen)Danach der letzte Schritt, und den machst du von Hand: Öffne den Entwurf in deinem CMS, lies ihn ein letztes Mal, korrigier, was noch hakt, und klick auf Veröffentlichen. Kein Artikel erscheint, ohne dass du das ausgelöst hast.
✓ Checkpoint: Der Artikel steht öffentlich unter seiner URL, weil du im CMS auf Veröffentlichen geklickt hast, nicht der Agent.
Klappt nicht? Bleibt der SEO-Titel leer, fehlt auf der WordPress-Seite das Honeyfield-Connector-Plugin (es schreibt die Yoast- bzw. Rank-Math-Felder). Ohne Plugin setzt du Titel und Meta-Beschreibung einfach von Hand im CMS.
Variationen
- Aus einem bestehenden Artikel einen neuen Winkel: „Nimm meinen Artikel [Titel oder URL] als Basis und schreib einen Entwurf für die Zielgruppe [andere Gruppe]."
- Gleich eine kleine Serie planen: „Schlag mir 5 Artikel-Themen für [Workspace] vor, die zu [Oberthema] passen, und schreib das erste als Entwurf."
- Einen bestehenden Entwurf weiter überarbeiten: „Lies den Entwurf [Titel] aus dem CMS und kürz ihn auf 500 Wörter, ohne die fünf Kernpunkte zu verlieren."
Ehrliche Grenze
Der Agent prüft keine Fakten. Er formuliert flüssig, aber er liefert keine Belege und keine Quellen. Bei Kunden-, Zahlen- oder Rechtsthemen kontrollierst du jede Aussage selbst. Du haftest für das, was unter deinem Namen erscheint.
Draft-first ist der Sinn der Sache. Neue Einträge entstehen als Entwurf (bei Strapi immer, bei WordPress standardmäßig). Live geht der Artikel erst durch deinen Klick im CMS. Du kannst den Agenten zwar bitten, direkt zu veröffentlichen, aber tu das nur bei Inhalten, die du schon geprüft hast. Der sichere Weg ist: erst Entwurf, dann drüberlesen, dann selbst freigeben.
Die Qualität steckt in Schritt 2. Der erste Aufschlag ist selten der beste Text. Wer den Entwurf ungelesen durchwinkt, veröffentlicht Mittelmaß. Der Wert liegt in der Feedback-Runde, nicht im ersten Prompt.
Ein Artikel ist kein Ranking-Versprechen. Ob er bei Google auftaucht, hängt an Thema, Wettbewerb und Zeit, nicht am Klick auf „Veröffentlichen". Der Workflow spart dir das Schreiben und das Umkopieren, mehr verspricht er nicht.
Weiter geht's
Der Artikel ist live, jetzt willst du wissen, ob er etwas bewegt. Genau dafür ist der nächste Schritt da: Wöchentlichen Marketing-Report vom Agenten erstellen lassen. Aus „ist veröffentlicht" wird „bringt Besucher, oder eben nicht".