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Einsteiger10 Min

Verschwendetes Ad-Budget finden und Negatives setzen

Du findest per Prompt die Suchbegriffe, die Geld kosten, aber nichts einbringen, und stoppst sie als negative Keywords: mit Vorschlag und deiner Bestätigung, bevor etwas ins Konto geschrieben wird.

Du findest in wenigen Minuten heraus, welche Suchbegriffe dein Google-Ads-Budget verbrennen, ohne etwas einzubringen, und stoppst sie, bevor sie weiter Geld kosten. Alles per Prompt, ohne dich durch die Ads-Oberfläche zu klicken.

Jedes Google-Ads-Konto zahlt für Suchanfragen, die nie zu einem Kunden werden: jemand sucht „kostenlos", „gratis" oder einen Job, klickt deine Anzeige und ist wieder weg. Dieses Geld heißt verschwendetes Budget (Wasted Spend). Am Ende dieses Tutorials hast du diese Begriffe gefunden, bewertet und die klar irrelevanten als negative Keywords ausgeschlossen. Ein negatives Keyword ist eine Anweisung an Google: „Für diese Suche will ich nicht erscheinen." Deine Anzeigen laufen danach seltener ins Leere.

Was du brauchst

  • Google Ads verbunden (Pflicht). Ohne verbundenes Google-Ads-Konto hat dein Agent keine Zahlen. Wie du es verbindest, steht in Marketing-Konten mit Claude verbinden; für ChatGPT zeigt Marketing-Konten mit ChatGPT verbinden dieselbe Einrichtung.
  • Conversion-Tracking eingerichtet (empfohlen). Die ganze Methode hängt an der Frage „kostet Geld, bringt aber keine Conversion". Ohne Conversion-Tracking zeigt jeder Begriff 0 Conversions, und du kannst nicht unterscheiden, was wirklich nichts bringt und was nur nicht gemessen wird. Ohne Tracking überspringst du in Schritt 2 die Conversion-Bewertung und sortierst nur nach „thematisch offensichtlich daneben".

1. Verschwendetes Budget finden

Zuerst schaust du dir an, wofür dein Konto zahlt, ohne dass etwas zurückkommt.

Zeig mir für [Workspace] die Suchbegriffe der letzten 30 Tage,
die Geld gekostet, aber keine Conversion gebracht haben.
Sortiere nach Kosten, die teuersten zuerst.

Das bekommst du zurück:

Begriff                  Klicks   Kosten   Conversions
kostenlose vorlage 61 143 € 0
angebot jobs 34 78 € 0
ratgeber gratis 22 41 € 0
... 7 weitere Begriffe 118 206 € 0
Zusammen 235 468 € 0

Rund 468 € in 30 Tagen ohne eine einzige Conversion: das ist dein Ansatzpunkt.

Checkpoint: Du hast eine Liste von Begriffen mit Kosten, und die Spalte Conversions steht überall auf 0.

Klappt nicht? Kommt „keine Daten" oder eine leere Liste, ist entweder Google Ads nicht verbunden (siehe „Was du brauchst") oder der Zeitraum zu kurz: nimm 30 statt 7 Tage.

2. Begriffe bewerten (nicht alles ist Müll)

0 Conversions heißt nicht automatisch „raus". Erst sortieren, dann ausschließen.

Teil die Begriffe in drei Gruppen:
1. klar falsche Absicht (z. B. "kostenlos", "gratis", Jobsuche)
2. thematisch neben meinem Angebot
3. Recherche-Begriffe, die gelegentlich doch konvertieren

Das bekommst du zurück:

Klar falsche Absicht:   kostenlose vorlage, ratgeber gratis, angebot jobs
Thematisch daneben: online werbung, produktfotografie
Grenzfall (behalten): "anbieter vergleich": 1 Conversion in 30 Tagen

Ein Begriff mit 0 Conversions und 200 € Kosten ist ein klarer Kandidat. Ein Begriff mit 0 Conversions, aber nur 3 Klicks, hatte schlicht noch keine echte Chance: der bleibt vorerst. Und Recherche-Begriffe, die ab und zu doch konvertieren, schließt du nicht aus, sonst kappst du echte Anfragen.

Checkpoint: Jeder teure Begriff ist einer Gruppe zugeordnet, und du weißt, welche Begriffe aus Gruppe 1 und 2 du ausschließen willst.

Klappt nicht? Zeigen alle Begriffe 0 Conversions, obwohl das Konto nachweislich Anfragen bringt, fehlt vermutlich das Conversion-Tracking: dann bewertest du nur nach Gruppe 1 und 2 und lässt die Conversion-Spalte außen vor.

3. Negatives setzen (Kampagne oder ganzes Konto)

Jetzt schließt du die Begriffe aus. Nimm dafür die Wörter, die in deinen Müll-Begriffen immer wiederkehren, hier: kostenlos, gratis, jobs. Kennst du deinen Kampagnennamen nicht, frag vorher kurz: „Welche Kampagnen laufen in [Workspace]?" Dein Agent schreibt nichts von selbst: er legt zuerst einen Vorschlag vor.

Setz "kostenlos", "gratis" und "jobs" als negative Keywords
für die Kampagne [Kampagnenname]. Zeig mir vorher den Vorschlag.

Das bekommst du zurück:

Vorschlag: 3 negative Keywords

kostenlos → weitgehend passend (Broad)
gratis → weitgehend passend (Broad)
jobs → weitgehend passend (Broad)

Ebene: Kampagne "kunde-a Suche"
Reversibel: ja (das Negative lässt sich wieder entfernen)
Ausführen? (ja / einzeln / nein)

Erst nach deinem „ja" schreibt der Agent die Negatives ins Konto.

Kampagne oder ganzes Konto? Ein negatives Keyword auf Kampagnen-Ebene wirkt nur in dieser einen Kampagne. Als kontoweites Negative blockst du den Begriff in allen Kampagnen, auch in künftigen. Faustregel: Begriffe, die zu deinem ganzen Geschäft nie passen (z. B. „kostenlos", „jobs"), gehören aufs Konto; Begriffe, die nur eine bestimmte Kampagne stören, auf die Kampagne. Sag es im Prompt einfach dazu: „als kontoweites Negative" oder „nur für Kampagne X".
Kurz zum Match-Type: „weitgehend passend" (Broad) schließt am breitesten aus, „Wortgruppe" (Phrase) nur, wenn die Wörter in dieser Reihenfolge vorkommen, „genau passend" (Exact) nur diesen exakten Begriff. Für Einzelwort-Themen wie „kostenlos" oder „jobs" ist Broad richtig, für eine feste Wendung wie „günstige vorlage" eher Wortgruppe. Unsicher? Lass dir vom Agent pro Begriff einen Match-Type empfehlen.
Checkpoint: Der Agent hat dir einen Vorschlag mit Begriffen, Match-Type und Ziel-Ebene gezeigt und nach deinem „ja" die Begriffe als „hinzugefügt" zurückgemeldet.

Klappt nicht? Meldet der Agent, dass er nicht schreiben darf, fehlt deinem Workspace das Schreibrecht für Google Ads. Das steuert nicht der Agent, sondern deine Rolle im Portal (app.ads.honeyfield.at): read heißt nur lesen, write heißt ändern.

4. Änderungen kontrollieren

Prüf zum Schluss, dass wirklich nur das im Konto steht, was du wolltest.

Zeig mir die letzten Änderungen im Konto: was wurde wann geändert?

Das bekommst du zurück:

Zeitpunkt      Wer                   Änderung
Heute 14:32 Konto-Login kunde-a Negatives Keyword erstellt (Kampagne "kunde-a Suche")
Heute 14:32 Konto-Login kunde-a Negatives Keyword erstellt (Kampagne "kunde-a Suche")
Heute 14:32 Konto-Login kunde-a Negatives Keyword erstellt (Kampagne "kunde-a Suche")

Das ist Googles eigene Änderungshistorie (maximal 29 Tage zurück): Zeitpunkt, verbundener Konto-Login und Art der Änderung. Alternativ lässt du dir die aktuellen Negatives der Kampagne auflisten und prüfst, ob deine neuen Begriffe dabei sind.

Checkpoint: Deine drei Begriffe tauchen als frisch erstellte Negatives mit dem heutigen Zeitpunkt auf.

Klappt nicht? Zeigt die Historie nichts, wurde die Änderung vielleicht doch nicht bestätigt: geh zurück zu Schritt 3 und achte auf die „hinzugefügt"-Rückmeldung. Beachte außerdem: Die Historie zeigt, dass ein Negative angelegt wurde und wann, aber nicht immer den genauen Begriffs-Text: dafür nutzt du die Negatives-Liste.

Variationen

  • „Gib mir die 20 teuersten Suchbegriffe ohne Conversion der letzten 90 Tage." (längerer Zeitraum, mehr Signal)
  • „Welche wiederkehrenden Wörter tauchen in meinen verschwendeten Suchbegriffen auf?" (findet Muster wie „gratis" oder „job" statt einzelner Begriffe)
  • „Schlag mir negative Keywords vor, aber setz noch nichts." (nur Vorschlag, du entscheidest später)

Ehrliche Grenze

  • Negatives wirken nur nach vorne. Schon gezahlte Klicks holst du nicht zurück, aber künftige stoppst du.
  • Negatives fangen keine Wortvarianten und Tippfehler. „kostenlos" als Negative blockt nicht automatisch „kostenloses" oder „kostenlose": Google behandelt das als eigene Variante. Bei hartnäckigen Themen mehrere Schreibweisen ausschließen.
  • Ein Teil bleibt unsichtbar. Google verbirgt sehr seltene Suchbegriffe aus Datenschutzgründen. Ein kleiner Rest deines Budgets taucht nie als konkreter Begriff auf: den kannst du so nicht ausschließen.
  • Frische Zahlen lügen ein bisschen. Conversions werden dem Klick-Tag rückwirkend zugerechnet. Beurteile die letzten paar Tage nicht zu hart, sonst schließt du einen Begriff aus, der gerade erst am Konvertieren ist.
  • Kein automatisches Sicherheitsnetz. Es gibt kein serverseitiges Limit, das dich stoppt. Dass der Agent vor dem Schreiben fragt, ist sein Verhalten: in Claude zeigt er den Vorschlag und wartet, in ChatGPT je nach Berechtigungs-Einstellung des Connectors. Ob überhaupt geschrieben werden darf, entscheidet dein Workspace-Recht (read gegen write). Lies den Vorschlag also, bevor du „ja" sagst.

Weiter geht's

Deine Anzeigen laufen jetzt seltener ins Leere. Als Nächstes sorgst du dafür, dass sie für die richtigen Suchen auch gut aussehen: Im nächsten Tutorial lässt du dir Anzeigentexte schreiben, die zu deinen Begriffen passen. → Google-Ads-Anzeigen schreiben lassen

Verschwendetes Ad-Budget finden und Negatives setzen — Honeyfield